aktualisiert 01.2026
Daisy kam ursprünglich im Juli 2021 zu uns. Bei einem routinemäßigen Bluttest-Test fanden wir heraus, dass Daisy FIV positiv ist. Ein Nachtest hat dieses Ergebnis bestätigt. Ein Fakt, der zwar auf ihre Lebensdauer keinen Einfluss haben muss, aber auf die Vermittelbarkeit hat er ihn leider oft. FIV wird zwar auf die gleiche Weise übertragen wie das menschliche HI-Virus, nämlich nur durch Blut (bspw. bei einer schlimmen Beißerei) oder dem Geschlechtsakt. (In einer friedlichen Gruppe wäre das also grundsätzlich kein Problem, wenn positiv und negativ zusammen leben würden.) Doch scheuen sich natürlich viele Menschen eine vermeintlich kranke Katze bei sich aufzunehmen.
Im März 2022 fand Daisy dann ein Zuhause bei einem ebenfalls FIV positiven Kater in Münster. Die beiden wurden dicke Freunde. Leider starb Kumpel Ludo Ende letzten Jahres an FIP. Seine Dosenöffnerin hatte noch alles versucht und ihm die teure Behandlung ermöglicht, doch leider schaffte er es nicht. Nun war Daisy allein und
hätte natürlich gern wieder einen Katzenfreund.
Nach langer Überlegung kam ihre Besitzerin aber zu dem Schluss, dass sie dem Ganzen einfach nicht mehr gewachsen ist und sie Daisy lieber an uns zurück geben würde. Etwas was wir natürlich in
unseren Schutzverträgen auch verankert haben. Wir möchten vermeiden, dass unsere Schützlinge zum Wanderpokal werden oder gar in die falschen Hände gelangen. Nun ist Daisy also wieder in unserer
Obhut.
Bei fremden Menschen ist Daisy anfangs eher ängstlich, aber hat sie einmal Vertrauen gefasst, lässt sie sich gern streicheln und genießt das dann auch sichtlich. Bei unbekannten lauten Geräuschen oder vielen fremden Menschen verzieht sie sich meist lieber in ihre sichere Höhle. Wer aber ein bisschen Geduld hat, wird mit einer tollen Katze belohnt. Trotz ihrer eher ängstlichen Art ist Daisy sehr verspielt. Sie jagt gern dem Laserpointer hinterher oder kickt Bällchen. Auch Krabbeltiere jeder Art jagt sie gern und macht ihnen den gar aus.
Da Daisy einen Hang zum Pflanzen fressen oder auch herumliegende Fäden oder ähnliches, sollten giftige Pflanzen und gefährliche Dinge wie Fäden, Gummies oder kleines Spielzeug besser nicht in ihrer Nähe sein um gesundheitliche Probleme zu vermeiden.
Neben dem FIV-Virus hat Daisy eine Anisokorie (ungleich große Pupillen). Dies besteht schon seit sie damals zu uns kam und wurde bisher von medizinischer Seite als unbedenklich erachtet. Als Ursache wird ein Nervenschaden vermutet. Da sich dieses Bild über mindesten 4 Jahre nicht weiter verändert hat, besteht kein Grund zur Sorge, dass es ihr weitere Probleme macht.
Daisy ist sehr sozial und braucht auf jeden Fall kätzische Gesellschaft, wird also nicht in Einzelhaltung vermittelt. Sie ist Artgenossen gegenüber eher zurückhaltend und checkt die Lage ehe sie weitergeht, daher könnte sie problemlos auch zu einer ebenfalls sozialen nicht positiven Katze vermittelt werden.
Freigang sollte sie nicht mehr haben, fordert sie aber auch nicht ein. Ein gesicherter Balkon wäre natürlich toll für sie, ist aber kein Muss.
Kontakt
Melanie Euler
Telefonnummer: 0173/2814043
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