Gefahren im Alltag

  • Regentonnen und Pools 
    Ertrinkungsgefahr! Unbedingt immer mit einem Deckel oder Drahtgitter abdecken! Zusätzlich kann man einen Holzpfosten ins Wasser stellen, damit sich die Katze, falls die Abdeckung versagt, aus dem Wasser ziehen kann.
    Auch nicht richtig abgedeckte Pools stellen eine große Gefahr dar!
  • Waschmaschine/Trockner
    Niemals offen stehen lassen, mindestens vor der Nutzung kontrollieren. Katzen gelangen oft unbemerkt in die Trommel
  • Heisse Herdplatten
    Verbrennungsgefahr! Immer mit mit Wasser gefüllten Töpfen sichern oder Zugang zur Küche versprerren
  • Kabel
    Stromschlaggefahr! Elektrische Kabel von Lampen und anderen elektrischen Einrichtungen sind sehr gefährlich für Katzen, da sie sie gerne zerbeissen. Besonders gern zerbissen werden bspw. Handyladekabel. Daher wenn möglich weg räumen, sonst mit Kabelschutz wie z.B.  einer Kabelleisteversehen.
  • Geschenkband, Schnur, Haargummies etc.
    Lose Schnüre, Wollreste, Gummibänder oder auch Dinge wie Engelshaar oder Zahnseide können bei verschlucken zum Darmverschluss führen
  • Plastiktüten, Müllbeutel etc. 
    Erstickungsgefahr, haltet Plastiktüten aus der Reichweite der Katzen, denn sie könnten darin qualvoll ersticken
  • Kühlschrank, Gefriertruhe, Microwelle, Backofen...
    N
    ie unbeaufsichtigt offen stehen lassen. 
  • Scheren, Messer, Ess-Stäbchen etc. 
    Keine spitzen oder scharfen Gegenstände liegen lassen! Auch Gegenstände wie Ess-Stäbchen oder Bleistifte können gefährlich werden! So kam z.B. vor einiger Zeit zu einem tragischen Todesfall, als eine Katze mit einem liegen gebliebene Ess-Stäbchen im Maul von der Arbeitsplatte sprang und sich tödlich verletzte
  • aufgeräumter Schreibtisch
    Auch hier keine spitzen oder kleinen Gegenstände wie Stifte, Münzen, Klammern, Gummis etc. liegen lassen
  • Badezimmer 
    Besonders für junge Katzen eine große Gefahr. Sie können hineinfallen und ertrinken. Aber auch für erwachsene Katzen birgt die Toilette Gefahren. Viele Menschen nutzen sog. WC-Steine (fest oder auch flüssig, die die Toilette sauber und frisch halten sollen. Diese Steine sind pure Chemie und für Katzen u.U. äußerst giftig!! Daher IMMER den Deckel schließen!
    Ein tragisches Beispiel für eine ebensolche Vergiftung 
  • Dünger, Reinigungsmittel, Frostschutz etc. 
    Dünger (auch Wasser mit Dünger), Reinigungsmittel oder Frostschutz - Vergiftungsgefahr, unbedingt sicher aufbewahren!

Gefährliche Stoffe und Substanzen

Bleichmittel
Deodorants
Seife
Reinigungsmittel
Benzin
Petroleum
Blei
Kalk
Verdünner

Ratten- und Mäusegift
darf nicht offen ausgelegt werden. Leider halten sich immernoch viele Menschen nicht daran. Das Cumarin im Mäuse- und Rattengift führt zum inneren Verbluten des Tieres und wird aus diesem Grund leider meist erst sehr spät bemerkt. Ein weiteres, neueres Gift ist Alpha-Chloralose. Es verursacht schwere Unterkühlung (Hypothermie), neurologische Symptome wie Krämpfe, Zittern und Koma. Es führt zum Tode durch Herz-Kreislauf-Versagen, oft nach Einsetzen tiefer Bewusstlosigkeit. Auch die Aufnahme oder das Anfressen vergifteter Beutetiere führt zu schweren Vergiftungen, die bei nicht rechtzeitiger Behandlung zum Tode der Katze führen können.

Schneckenkorn
Auch wenn Sie selbst, Ihrer Katze zuliebe, den Schnecken mit Bierfallen oder Handaufsammeln zu Leibe rücken, heißt es vorsichtig sein: Wenn Ihre Jägerin auf der Pirsch auch in die Nachbargrundstücke geht oder gar ihr Revier auf Felder ausdehnt, kann sie mit Schneckenkorn in Berührung kommen. Weil das tödliche Gift fatalerweise gut schmeckt, sind Todesfälle bei Katzen nicht selten. Bei den allerersten Symptomen – Zittern, Speicheln und Sabbern, krampfartigem Erbrechen – suchen Sie bitte sofort den nächsten Tierarzt auf, der bis zu einer Stunde nach der Giftaufnahme die Wirkung des Giftes noch durch Magenauspumpen und Brechmittel reduzieren kann.

Reinigungsalkohol
Strichnin (in Rodentizieden wie z.B. Rattengift)
Terpentin
Laugen

Unbedenklich? Leider nein!!

Zigarettenstummel 

Spielt die Katze mit Zigarettenkippen und frisst vielleicht davon, kann es nach Speicheln und Erbrechen zum Atemstillstand kommen. Nikotin wirkt auf das Atemzentrum der Katze und kann sie töten

 

Teebaumöl
Teebaumöl wird leider häufig von Katzenhaltern zum Beispiel gegen Flöhe eingesetzt. Dabei führt dies bei der Katze zu einer Teebaumöl-Vergiftung, die sich in Taumeln, chronischer Abmagerung, Zittern, Unruhe sowie Schwäche äußert. Nicht selten endet diese Vergiftung mit Koma und Tod der Katze. Selbst wenn die Katze nur wenige Tropfen Teebaumöl zur Flohbekämpfung auf das Fell getropft bekommt, können bei der Fellpflege giftige Mengen aufgenommen werden. Selbst wenn es im Einzelfall nicht zu sichtbaren Vergiftungserscheinungen kommt, können Langzeitfolgen, insbesondere nach wiederholter Anwendung, nicht ausgeschlossen werden.

 

Ätherische Öle

Durch den Gehalt an Terpenen und Phenolen sind auch viele andere ätherische Öle für Katzen giftig. Pfefferminze, Eukalyptus, Thymian, Oregano, Zimtöl sowie alle Öle von Nadelbäumen wie Tanne und Kiefer sind tabu. Symptome bei Einnahme, Aufnahme durch die Haut oder Einatmung eines Giftstoffes
- Störungen des Magen-Darm- Trakts
- Erbrechen
- Durchfall
- Appetitlosigkeit
- Schmerzen im unteren Bauchbereich
- Schaum vor dem Maul
- Krämpfe, Zuckungen, unkoordinierte
Muskelbewegungen, Gleichgewichtsstörungen, Pupillenerweiterung Die Erkrankung setzt meist plötzlich ein, und es entwickeln sich rasch schwere klinische Symptome. Zeitweise treten Atem- und Kreislaufstörungen und/oder Bewusstlosigkeit auf. Fieber besteht in der Regel nicht.

 

Schokolade Für Hunde und Katzen kann Kakao und Schokolade sogar tödlich sein. Je dunkler die Schokolade, je höher ist der Kakao- und somit der Theobromingehalt. Katzen und kleine Hunde können bereits nach einer halben bis einer Tafel Zartbitterschokolade sterben; natürlich sind auch Vollmilchschokolade oder andere schokoladenhaltige Genussmittel gefährlich. Die Symptome einer Vergiftung sind starkes Hecheln, Durchfall, Erbrechen, Herzrasen motorische Krampfanfälle bis zum Tod.

 

Knoblauch

Knoblauch pur oder auch Knoblauch-Tabletten und mit Knoblauch angereichertes Futter können bei Hunden und Katzen schwere Erkrankungen hervorrufen. Davor warnt die Tierschutzorganisation Vier Pfoten. Bereits eine geringe Dosis reicht aus, um eine lebensgefährliche Anämie (Blutarmut) auszulösen. Die Tiere können bei einer Überdosierung unter den schweren Auswirkungen einer Vergiftung leiden. Dennoch werden zahlreiche Tierfuttersorten und Tierarzneimittel mit Knoblauch im Handel vertrieben.

 

Zwiebeln

Zwiebelgewächse wie Speisezwiebeln, Lauch oder Schnittlauch enthalten giftige Substanzen. Sie schmecken einer Katze in der Regel zwar sowieso nicht, aber Schnittlauch wird z. B. „in der Not“ (mangels Katzengras) beknabbert. Das ist sehr gefährlich!

 

Schmerzmittel aus der Humanmedizin

Die Gabe von Paracetamol oder Iboprofen kann sehr schnell tödlich einen, daher sollte darauf bei Katzen unbedingt verzichtet werden. Aspirin kann ebenfalls böse Folgen nach sich ziehen. Verabreichen Sie niemals Medikament ohne Rücksprache mit einem Tierarzt!!

 

Permethrinhaltige Flohsprays (z.B. Ardap)

Anders als bei Hunden dürfen permethrinhaltige Produkte keinesfalls bei Katzen verwendet werden. Auf Katzen wirken sie sehr viel stärker toxisch, da diesen Tieren ein zum Abbau des Stoffes notwendiges Enzym fehlt. Typische Vergiftungssymptome durch Permethrin bei Katzen sind zentralnervöse Symptome wie Zittern, starker Speichelfluss, Krämpfe, Atemnot, aber auch Erbrechen, Durchfall sowie Fieber oder Untertemperatur. Versehentlich aufgetragene Lösung sollte sofort mit milden Detergenzien ausgewaschen und umgehend ein Tierarzt aufgesucht werden.

Download
Unverträgliches und giftiges für Katzen
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Häufigste Kennzeichen einer Vergiftung
Erbrechen, erweiterte Pupillen, Durchfall, Verlust der Koordination, Verwirrtheit, gereizte Haut, Schwäche, schwerfällige Bewegungen, Probleme mit der Atmung. Bei all diesen Anzeichen verständigt sofort den Tierarzt. Ihr könnt ihn unterstützen, indem ihr versucht, herauszufinden, mit was eure Katze in Kontakt gekommen ist.


Neben dem Tierarzt sind auch Giftzentralen eine wichtige Anlaufstelle. Die Telefonnummern und die Antworten auf die folgenden fragen, sollten Sie im Notfall parat haben.


Wer hat sich vergiftet? (Alter, Geschlecht, Telefon)
Womit hat sich die Person vergiftet? (Arzneimittel, Pflanzen, Tiere, Lebensmittel, Chemikalien, Haushaltsprodukte
Wieviel wurde aufgenommen?
Wann ereignete sich die Vergiftung? (Uhrzeit)
Welche Erscheinungen sind aufgetreten? (Übelkeit, Erbrechen. Benommenheit, Bewusstlosigkeit)

 

Giftnotrufzentralen (Tag und Nacht erreichbar)

Berlin, Telefon 030/19240
Bonn, Telefon 0228/19240
Erfurt, Telefon 0361/730730
Freiburg, Telefon 0761/19240
Göttingen, Telefon 0551/19240
Homburg/Saar, Telefon 06841/19240
Mainz, Telefon 06131/19240
München, Telefon 089/19240
Nürnberg, Telefon 0911/3982451 oder 0911/3983478