Als Pflegestelle sollte man sich im Klaren darüber sein, dass unter Umständen eine Katze in ihren Haushalt einzieht, die ein Leben in Haus und Familie noch nicht kennt. Die meisten Katzen kommen direkt von draußen und müssen sich erst eingewöhnen. Daher können besonders am Anfang immer wieder Situationen entstehen, die viel Nerven, Zeit, Verständnis und Geduld abverlangen. Nervöse, gestresste Menschen oder Personen mit einem sehr hohen Hygiene- und Ordnungsbedürfnis werden mit einem Pflegetier unter Umständen Probleme bekommen.
Da wir vermeiden wollen, dass das Tier bereits nach kurzer Zeit wieder zurück gegeben wird, ist es uns besonders wichtig, mit Pflegestellen zusammenzuarbeiten, die sich dieser Aufgabe auch tatsächlich gewachsen fühlen und auch bei Tiefschlägen nicht sofort die Flinte ins Korn werfen.
Wichtig: Nur wenn alle Personen, die in dem betreffenden Haushalt leben, hinter dieser Aufgabe stehen und bereit sind, mit ihrem Pflegetier auch schwierige Zeiten durchzustehen, kommt ihr für uns als Pflegestelle in Frage. Wer in diesem Punkt unsicher ist, sollte sein Angebot noch einmal überdenken und eventuell davon Abstand nehmen.
Sollte es irgendwelche Probleme oder Schwierigkeiten geben, ihr Fragen oder Sorgen haben, scheut euch nicht uns anzusprechen! Wir haben immer ein offenes Ohr für euch und stehen immer mit Rat und Tat zur Seite. Es nutzt niemandem Dinge tot zu schweigen bis die Situation womöglich eskaliert. Natürlich freut es uns auch positives zu hören und an den Fortschritten, die die Tiere machen teilzuhaben.
Für die Vermittlung ist regelmäßige Berichterstattung unglaublich wichtig. Wir berichten regelmäßig in Internetforen und auch bei Facebook, denn es hat sich gezeigt je mehr über unsere Pflegis berichtet wird, desto mehr Interessenten erreicht man, desto höher die Vermittlungschancen. Die Leute verlieben sich noch bevor sie beschließen eine Katze aufzunehmen. ;-)
Wenn ihr Spaß am Berichten habt, gern auch eine Art Tagebuch schreibt, werdet gern Teil unserer Facebook-Gruppe. Es hilft auch uns Steckbriefe aktuell zu halten und wir können eure Berichte auf andere Plattformen weitertragen. Das ist natürlich kein Muss! Für uns wichtig sind trotzdem regelmäßig neue Fotos und kurze Berichterstattung. So können wir sicherstellen, dass unsere Homepage aktuell bleibt und wir evtl. Interessenten verlässliche Vorabinfos geben können.
Da wir möchten, dass unsere Schützlinge möglichst gesund bleiben bis ins hohe Alter, achten wir sehr auf gesunde und artgerechte Ernährung. Mindestanforderung ist daher die Fütterung mit (im besten Fall zucker- und getreidefreiem) Nassfutter. Wir beraten gern und helfen bei der Auswahl und unterstützen ggf. bei den Kosten. Marken wie Whiskas, Sheba, Felix und co. sind nur teuer, aber nicht zu empfehlen.
Trockenfutter ist als Allein- oder Hauptnahrungsmittel für Katzen nicht geeignet. Es sollte nur als Leckerlie z.B. für’s Fummelbrett dienen. Das wir von Trockenfutter Abstand nehmen, hat einen guten Grund. Es zeigt sich immer mehr, dass Trockenfutter Erkrankungen wie Nierenleiden, Harnwegserkrankungen und sogar Diabetes bei Katzen begünstigen. Die Katze kann, auch wenn sie verhältnismäßig viel dabei trinkt, den Flüssigkeitsentzug durch das Trockenfutter nicht ausgleichen, was die Nieren sehr belastet. Zudem Trockenfutter säuert den Harn an, wodurch es zu Struvit- oder Oxalatsteinen und den dazu gehörigen Harnwegserkrankungen, sogar zum Verschluss kommen kann. Uns liegt also daher auch die Aufklärung darüber am Herzen.
Wir geben unseren Pflegestellen immer mit auf den Weg: “Schaut euch die Leute und das evtl. neue Zuhause für euren Pflegi so an, als würdet ihr eure eigenen Katzen dorthin geben. Hab ihr ein ungutes Gefühl, ist das meist nicht ohne Grund so.”
Die Vorgespräche führt in der Regel die Pflegestelle, denn sie kennt die Tiere am Besten. Es kann aber natürlich auch vorkommen, dass wir schon mit den Interessenten telefoniert haben und die wesentlichen Infos weitergegeben haben. Ein Besuch der Interessenten auf der Pflegestelle ist Pflicht. Wir vermitteln nicht ohne, dass sie das Tier vorher persönlich kennengelernt haben. Das hat den Hintergrund, dass sich beim Vorbesuch meist schon zeigt, ob “der Funke überspringt”. Ist das nicht der Fall, ist es auch nicht das richtige Tier.
Besonders am Anfang ist meist ein Vereinsmitglied dabei, um auch evtl. Fragen zum weiteren Ablauf beantworten zu können.
Vor der endgültigen Vermittlung einer Katze machen wir eine Vorkontrolle. Die wird je nachdem von einem Vereinsmitglied durchgeführt. Im Anschluss daran wird der Verein über die Vermittlung entscheiden. Dabei wird auch die Empfehlung der Pflegestelle zur Entscheidungsfindung herangezogen.
Eine besondere Herausforderung ist die Vermittlung in Freigang. Hier können die Interessenten noch so toll, das Zuhause noch so katzengerecht sein, es nutzt nichts mit der Hauptstraße direkt vor der Tür. Bitte lasst euch bei Freigang unbedingt VORAB die Adresse der Interessenten geben und leitet sie an uns weiter. Wir werden dann zunächst Online, wenn möglich auch schon vor Ort schauen, ob die Gegend geeignet ist. Das spart den Interessenten und euch die Enttäuschung, wenn sie schon entschieden haben, dass sie das Tier wollen, es aber aufgrund der Wohnlage nicht bekommen.
