Ein neues Familienmitglied bedeutet Aufregung - für uns Menschen, vor allem aber für die Katzen. Damit aus dem Einzug eine lebenslange Freundschaft wird, empfehlen wir die Arbeit mit der 3-3-3 Regal und eine langsame Zusammenführung, z.B. mittels Gittertür.
Katzen brauchen Zeit, um ihr Nervensystem herunterzufahren. Erwarte in den ersten Tagen keine Wunder.
Ersetzen Sie also die Zimmertür zum Ankunftszimmer durch eine Gittertür (ein Holzrahmen mit Katzennetz oder stabilen Draht).
Gemeinsame Mahlzeiten: Fütteren Sie beide Katzen direkt an der Gittertür (mit etwas Abstand). Die Botschaft: "Die andere Katze bedeutet tolles Futter!"
Die "Hide and Seek- Taktik": Wenn eine Katze sehr gestresst oder ängstlich reagiert, hängen SIe ein Tuch über das Gitter und ziehen es jeden Tag ein paar Zentimeter höher.
Wann geht es weiter? Achten Sie auf die Körpersprache. Starren sich die Katzen intensiv an oder ist die Körperhaltung entspannt? Erst wenn beide Katzen entspannt am Gitter fressen oder sich freundlich (Nasenstubser, Gurren) begrüßen, folgt der nächste Schritt. Diese Phase kann je nach Charakter einige Tage bis hin zu ein paar Wochen dauern. Haben Sie Geduld - die Gittertür ist ein sicherster Garant für eine harmonische Zukunft.
(Grundsätzlich sind Zusammenführungen natürlich auch ohne Gittertür möglich. Hier kommt es stark auf die Charakter der Katzen und das "Lesen und Einordnen
können" der Halter an. Vor einem Zusammentreffen, sollten mindestens Schritt 1 und 2 befolgt werden. Erst wenn die ankommende Katze den ersten "Schock" überwunden und etwas Vertrauen
gefasst hat, kann man kurze Begegnungen ermöglichen. Die Katzen einfach zusammen setzen und machen lassen, kann absolut nach Hinten los gehen und sollte vermieden
werden)
Öffnen Sie die Tür zum Ankunftszimmer hierfür nur einen kleinen Spalt, so dass die Katzen sich sehen, aber noch nicht aufeinander zugehen können.
Füttern Sie beide Katzen gleichzeitig auf ihrer jeweiligen Seite der Tür. Ziel: Der Geruch und der Anblick der anderen Katze bedeutet Futter/Belohnung
Fauchen oder leichtes Knurren ist normal - es ist kätzische Kommunikation. Bei aggressivem Verhalten (z.B. Angriff) Tür zu und einen Schritt zurück
Ein Wort zum Schluss
Jede Katze hat ihr eigenes Tempo. Manche sind nach drei Tagen beste Freunde, andere brauchen drei Monate. Bleiben Sie geduldig und feiern Sie die kleinen Fortschritte!
