Voraussetzungen

·         Ein Herz für Tiere, Zeit und vor allem Geduld (nicht jedes Tier lässt sich gleich anfassen, alle Katzen haben ihr eigenes Tempo)

·         Ein Raum zum Separieren am Anfang

·         Es sollte gesichert sein, dass im Notfall schnell ein Tierarzt aufgesucht werden kann

·         Gesicherte Fenster (Kippfensterschutz, Petscreen)

·         Es ist natürlich von Vorteil, wenn eine Pflegestelle bereits über Katzenerfahrung verfügt. Wichtiger sind jedoch vor allem eine realistische Einschätzung der zukünftigen Aufgabe, die Bereitschaft, sich über die Bedürfnisse dieser Tiere und den richtigen Umgang mit ihnen zu informieren und die Offenheit, Ratschläge und Hinweise von erfahrenen Personen zu suchen, anzunehmen und auch umzusetzen. 

Bin ich als Pflegestelle geeignet

Die Pflegestellen sollten sich im Klaren darüber sein, dass eine Katze in ihren Haushalt einziehen wird, die ein Leben in Haus und Familie vermutlich noch nicht kennt. Es können besonders am Anfang immer wieder Situationen entstehen, die viel Nerven, Zeit, Verständnis und Geduld abverlangen. Nervöse, gestresste Menschen oder Personen mit einem sehr hohen Hygiene- und Ordnungsbedürfnis werden mit einem Pflegetier unter Umständen Probleme bekommen. Da wir vermeiden wollen, dass das Tier bereits nach kurzer Zeit wieder zurück gegeben wird, ist es uns besonders wichtig, nur mit solchen Pflegestellen zusammenzuarbeiten, die dieser Aufgabe auch tatsächlich gewachsen sind. Nur wenn alle Personen, die in dem betreffenden Haushalt leben, voll und ganz hinter dieser Aufgabe stehen und bereit sind, mit ihrem Pflegetier auch schwierige Zeiten durchzustehen, kommt ihr für uns als Pflegestelle in Frage. Wer in diesem Punkt unsicher ist, sollte sein Angebot noch einmal überdenken und eventuell davon Abstand nehmen.

Kommunikation ist das A und O

Sollte es irgendwelche Probleme oder Schwierigkeiten geben, ihr Fragen oder Sorgen haben, scheut euch nicht uns anzusprechen! Wir haben immer ein offenes Ohr für euch. Es nutzt niemandem Dinge tot zu schweigen bis die Situation womöglich eskaliert. Natürlich freut es uns auch positives zu hören und an den Fortschritten, die die Tiere machen teilzuhaben.

 

Für die Vermittlung ist regelmäßige Berichterstattung unglaublich wichtig. Wir berichten regelmäßig in Internetforen und auch bei Facebook, denn es hat sich gezeigt je mehr über unsere Pflegis berichtet wird, desto mehr Interessenten erreicht man, desto höher die Vermittlungschancen. Die Leute verlieben sich noch bevor sie beschließen eine Katze aufzunehmen. ;-)

 

Wenn ihr Spaß am Berichten habt, gern auch eine Art Tagebuch schreibt, legen wir euch besonders die Foren ans Herz. Es reicht auch, wenn ihr eine Plattform dafür wählt. Wir kopieren das dann auf die anderen. Das ist natürlich kein Muss! Für uns wichtig sind trotzdem regelmäßig neue Fotos und kurze Berichterstattung. So können wir sicherstellen, dass unsere Homepage aktuell bleibt und wir evtl. Interessenten verlässliche Vorabinfos geben können.

Fütterung mit Nassfutter

Da wir möchten, dass unsere Schützlinge möglichst gesund bleiben bis ins hohe Alter, achten wir sehr auf gesunde und artgerechte Ernährung. Mindestanforderung ist daher die Fütterung mit (im besten Fall zucker- und getreidefreiem) Nassfutter. Wir beraten gern und helfen bei der Auswahl. Marken wie Whiskas, Sheba, Felix und co. sind nur teuer, aber nicht zu empfehlen.

 

Trockenfutter ist als Allein- oder Hauptnahrungsmittel für Katzen nicht geeignet. Es sollte max. als Leckerlie z.B. für’s Fummelbrett dienen.

 

Das wir von Trockenfutter Abstand nehmen, hat einen guten Grund. Es zeigt sich immer mehr, dass Trockenfutter Erkrankungen wie Nierenleiden, Harnwegserkrankungen und sogar Diabetes bei Katzen begünstigt. Die Katze kann, auch wenn sie verhältnismäßig viel dabei trinkt, den Flüssigkeitsentzug durch das Trockenfutter nicht ausgleichen, was die Nieren sehr belastet. Zudem Trockenfutter säuert den Harn an, wodurch es zu Struvit- oder Oxalatsteinen und den dazu gehörigen Harnwegserkrankungen, sogar zum Verschluss kommen kann. Uns liegt also daher auch die Aufklärung darüber am Herzen.

Bei Vermittlung

Wir geben unseren Pflegestellen immer mit auf den Weg: “Schaut euch die Leute und das evtl. neue Zuhause für euren Pflegi so an, als würdet ihr eure eigenen Katzen dorthin geben. Hab ihr ein ungutes Gefühl, ist das meist nicht ohne Grund so.”

 

Die Vorgespräche führt in der Regel die Pflegestelle, denn sie kennt die Tiere am Besten. Ein Besuch der Interessenten auf der Pflegestelle ist Pflicht. Wir vermitteln nicht ohne, das sie das Tier vorher persönlich kennengelernt haben. Das hat den Hintergrund, dass sich beim Vorbesuch meist schon zeigt, ob “der Funke überspringt”. Ist das nicht der Fall, ist es auch nicht das richtige Tier.

Vermittlung immer mit Vorkontrolle

Vor der endgültigen Vermittlung einer Katze machen wir eine Vorkontrolle. Die wird je nachdem von einem Vereinsmitglied oder einem beauftragten Vertreter des Vereins oder auch der Pflegestelle durchgeführt. Im Anschluss daran wird der Verein über die Vermittlung entscheiden. Dabei wird auch die Empfehlung der Pflegestelle zur Entscheidungsfindung herangezogen. 

 

Eine besondere Herausforderung ist die Vermittlung in Freigang. Hier können die Interessenten noch so toll, das Zuhause noch so katzengerecht sein, es nutzt nichts mit der Hauptstraße direkt vor der Tür. Bitte lasst euch bei Freigang unbedingt VORAB die Adresse der Interessenten geben und leitet sie an uns weiter. Wir werden dann zunächst Online, wenn möglich auch schon vor Ort schauen, ob die Gegend geeignet ist. Das spart den Interessenten und euch die Enttäuschung, wenn sie schon entschieden haben, dass sie das Tier wollen, es aber aufgrund der Wohnlage nicht bekommen.

Vermittlungskriterien

·         Keine Einzelhaltung

·         Gesicherte Fenster/gesicherter Balkon

·         Freigang nur dort wo er auch mit wenigen Gefahren möglich ist (keine direkte Hauptstraße etc.)

·         Keine Vermittlung vor der 12ten Lebenswoche

·         kein großer Altersunterschied (z.B. 12 wöchiges Kitten zu 7 jähriger Dame)

·         möglichst gleichgeschlechtliche Paarungen (es sei denn die Tiere kennen sich bereits und passen charakterlich zusammen)

·         Vorbesuch in der Pflegestelle

Vermittlungsbedingungen

·         Positive Vorkontrolle

·         Unsere Katzen werden immer kastriert und Grundimmunisiert (Schnupfen/Seuche) vermittelt. Wir arbeiten nicht mit Kastrationsgutscheinen oder Nachweisen, da dies kaum eine Sicherheit darstellt.

·         Nach positiver Vorkontrolle werden die Katzen von der Pflegestelle oder, sollte dies nicht möglich sein, von einem Vereinsmitglied in das neue Zuhause gebracht

·         Vermittlung nur mit Schutzvertrag und Schutzgebühr (80€ - dafür sind die Tiere entwurmt, geimpft, kastriert und gechipt/tätowiert)

·         Schutzgebühr wird bei Übergabe gezahlt oder aber per Überweisung vorab (rechtzeitig)